Tanzcenter Heitmann Wels - Die Erlebnis Tanzwelt

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18.05.2006 - Lektion Pussycat Dolls
Bevor Sonja Hüls, Dance-4-Fans-Instructor vom Tanz-Center Heitmann-Wels, die neuen Schritte und Drehungen erklärt, muss sich die Gruppe erst einmal aufwärmen.

„Soll ich heute mal nett sein?“, fragt Hüls und lacht vielsagend. Gut, wahrscheinlich legt sie einen Gang zurück, um mich nicht sofort zu vergraulen. Nach ein bisschen Gehüpfe und ein paar Dehnübungen ist der Kreislauf schön in Schwung.

Mir fällt auf, dass ich überhaupt keine Trinkflasche mitgenommen habe. Meine Wangen haben sich etwas gerötet, und es zieht hinten ein klein wenig an den Oberschenkeln. Der letzte Sport liegt einfach schon zu lange zurück. Egal, wer so tanzen will wie die „Miezekatzen“ aus Amerika, muss eben vollen Körpereinsatz zeigen.

„Wir fangen mit dem rechten Bein an und gehen nach vorne“, weist Sonja Hüls uns mit Nachdruck, aber dennoch mit sehr freundlichem Ton an. Die ersten Schritte kann ich mir gut merken. Ich traue mich aber nicht, auf die Spiegelwand vor mir zu schauen, um zu kontrollieren, wie meine Bewegungen überhaupt aussehen.

„My hahaha“, stöhnen die Pussycat Dolls aus den Boxen. Und ich verzettele mich, schaukele meine Hüften in die falsche Richtung und weiß auch nicht mehr, wie es weitergeht. Der Instructor wirft mir tänzelnd ein „Macht nichts!“ entgegen. Sonja Hüls kennt die Anlaufschwierigkeiten: „Am Anfang ist es nicht leicht, die Choreografie mit der Musik zu koordinieren. Aber spätestens beim nächsten Mal hat man ein Aha-Erlebnis, wenn einem die Schritte dann doch wieder einfallen.“

Nach einer kleinen Trinkpause, allerdings nur für die anderen, weil ich nach wie vor kein Wasser dabei habe, geht es weiter. Ich gewinne an Sicherheit, habe das Gefühl, dass ich mich gar nicht so dumm anstelle. Immerhin haben die Pussycat Dolls ja auch mal klein angefangen. Acht bis neun Wochen arbeiten die Schüler von Hüls an einer Choreografie. Danach kommt die nächste.

Die Tanzlektion hat mich ins Schwitzen gebracht. Wohl auch deshalb, weil ich zu sehr auf den Instructor gestarrt habe, damit mir bloß nichts entgeht und ich um Himmels willen nicht aus der Reihe tanze. Trotzdem macht es großen Spaß. Und Sonja Hüls versichert, dass jeder „Dance 4 Fans“ lernen kann.

Gefallen an den Choreografien der Stars finden zunehmend auch Kinder. „Die fangen schon mit sieben Jahren an“, erzählt die Lehrerin. Sätze wie „Ich möchte so toll tanzen wie Beyoncé“ hört sie zur Genüge. Die Begeisterung der Kleinen und Jugendlichen ist aber noch viel größer und klammert sich nicht nur an die neuesten Videoclips der Popstars, die sie auf dem Parkett nachahmen wollen.

Sonja Hüls: „Wer früh genug anfängt, der will später auch die klassischen Tänze lernen.“ Ich für meinen Teil kann nach knapp 45 Minuten „Dance 4 Fans“ sagen: Die Pussycat Dolls können sich warm anziehen.

Quelle: BBV Bocholt, Lektion Pussycat Dolls ist ein Text aus der BBV-Print-Ausgabe vom 19.05.2006.

Text: ANDRIANA SAKARELI Fotos: BLESENKEMPER

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